Hospiz – ein Ort der Gastfreundschaft

Die Klasse 10b hat im Religionsunterricht einen eher ungewöhnlichen Ausflug gemacht. Kein typischer Ort für einen Schultag, aber genau deshalb umso spannender. Frau Krug, die Leiterin des Hospiz am EVK, begrüßte die Gruppe herzlich und zeigte sich beeindruckt: „Ganz schön mutig, dass ihr hier seid!“ – und ein bisschen Mut gehörte tatsächlich dazu. Die anfängliche Zurückhaltung wich aber schnell echter Neugier. Besonders interessiert waren die Schülerinnen und Schüler an einer Frage, die man vielleicht nicht sofort erwartet: „Dürfen die Patienten und Patientinnen hier wirklich alles bestimmen?“ Die Antwort: Alles, was möglich ist! Ob Lieblingsessen, Musik oder einfach ihre Ruhe – im Hospiz gilt: Der Mensch gibt den Ton an. Kein Stundenplan, kein Klingelzeichen, dafür ganz viel Selbstbestimmung. Dabei wurde schnell klar: Das Hospiz ist kein trauriger Ort, sondern ein Ort des Lebens – mit Gesprächen, Erinnerungen und auch Momenten, in denen gelacht wird. Frau Krug liegt besonders am Herzen, dass Tod und Sterben kein Tabuthema bleiben, sondern mehr Platz in unserer Gesellschaft bekommen.