Realschule Florastraße

www.realschule-florastrasse.de

Ehemalige

Viele Grüße vom Abschlussjahrgang 1967

Die Ehemaligen des Abschlussjahrgangs 1967 treffen sich einmal im Jahr zum Wiedersehen und fahren weiterhin auf “Klassenfahrt”.

 

 

 

 

 

 

 

Schulfest 2016

Das letzte  Schulfest und Ehemaligentreffen fand im Juni 2016 statt. Wenn Sie weitere Informationen per E-Mail über das nächste Ehemaligentreffen erhalten möchten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Betreff “Ehemaligentreffen” an: rs.florastr@schule.duesseldorf.de

 

 

Abschlussjahrgang 1954

Klassentreffen des Abschlussjahrgangs 1954 am 30. November 2014

Abschlussjahrgang 1954

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschlussjahrgang 1967

Klassentreffen des Abschlussjahrgangs 1967 am 8. November 2013

Klassentreffen 11-13 Jahrgang 1967

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschlussjahrgang 1953

Ehemalige 10-13.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder vom Ehemaligentreffen im Juni 2013 finden Sie HIER.

Ehemalige berichten….

Auf  dieser Seite sollen Eindrücke ehemaliger Schüler unserer Schule gesammelt werden. Wir freuen uns über Ihre Beitrage. Bitte senden Sie Ihre Texte und Fotos an:
rs.florastr@schule.duesseldorf.de

 

Doris Basu

seit 1995 für die Realschule Florastraße zuständige Dezernentin
bei der Bezirksregierung Düsseldorf und ehem. Schülerin der Realschule Florastraße

 

Der Lehrberuf war auch damals schon weiblich.
Soweit mir erinnerlich, gab es nur drei Lehrer:
Herrn Schuh, der mein Mathematiklehrer war, Herrn Sedlik, der Physik unterrichtete und – respektvoll – als „Lehrer für die höheren Klassen” galt und Herrn Ladwein, der – soweit mir erinnerlich – aus dem Elsass kam, Französisch als ,quasi-Muttersprachler’ unterrichtete und ein französisches Lehrwerk herausgegeben hatte.
Herr Schuh hatte den „Status” eines Junglehrers und erfreute sich seitens meiner Klasse („Fan-Gemeinde”) hoher Verehrung.
Er pflegte Haushefte mit einer großen schwungvollen Paraphe „Seh” abzuzeichnen.
Diese Paraphen wurden in der Klasse eifrig gesammelt, aus vollen Heften ausgeschnitten, aufbewahrt – „Sieger” war, wer die meisten Paraphen-Schnipsel vorweisen konnte.
Beeindruckend bleibt in der Rückschau das starke persönliche Engagement, die unverbrüchliche – auch persönliche – Überzeugung, mit der meine Lehrkräfte ihrer Berufung nachgingen.
Meine liebenswerte und gleichwohl sehr strenge Klassenlehrerin, Frau Kapell, unterrichtete Englisch und Biologie – mit starker fachlicher Begeisterung, die sich auf die Klasse übertrug, und gleichzeitig mit großer pädagogischer Verantwortung für die Klasse und jede einzelne Schülerin. Schülerinnen, die anfangs im Englisch­unterricht das englische <r> nicht artikulieren konnten, blieben nach dem Unterricht in kleinen Gruppen (<r-Club>) bei Frau Kapell, die so lange mit jeder Schülerin übte, bis sie das englische <r> korrekt produzieren konnte. Soweit zum Stichwort individuelle Förderung – alles schon da gewesen.
Meiner Religionslehrerin, Frau Pohl, war es aufgrund ihrer persönlichen Überzeu­gung schmerzlich, erfahren zu müssen, dass es (schon damals!) Schülerinnen gab, die offenbar nicht jeden Sonntag in die Kirche gingen. Ihr tiefes Unverständnis für eine solche Haltung drückte sie mehrfach in dem Satz aus: „Eiserne Schuhsohlen würde ich durchlaufen, um sonntags die Heilige Messe zu besuchen”.
Mittwochs in der ersten Schulstunde war Schulmesse in St. Peter bzw. Schulgottesdienst in der Friedenskirche.
Niemand wäre auf die Idee gekommen, hier zu fehlen; das war eine Schulveranstaltung – und die Teilnahme so selbstverständlich
wie an jedem Unterrichtsfach.
Soweit mir erinnerlich, wurde St. Peter der Schule gegenüber durch Herrn Pfarrer Fey vertreten.
„Klare Kante” zeigte meine Geschichtslehrerin, Frau Scheideier, im Verständnis Ihres Faches sowie im Umgang mit guten und schlechten Schülerinnen:

Gespannt fragte ich meine Mutter nach einem absolvierten Elternsprechtag, was denn Frau Scheideier zu meinen Leistungen gesagt habe.
Sie soll gesagt haben, dass Geschichte ein wunderbares Fach sei, für das sich jeder interessieren müsse und dass sie (deshalb?) nur ihre guten und ihre schlechten Schülerinnen kenne; ich gehörte zu ihren guten! – Meine Mutter war stolz – und ich erleichtert. – Heute natürlich wäre ein solcher Umgang mit dem breiten Mittelfeld durchschnittlicher Schülerleistungen niemandem mehr vermittelbar.

Damals galt eine solche Sicht als leistungsbezogener Qualitätsfaktor, der anspornte, zu den <Guten> zu gehören.
Auch auf erzieherischer Seite zur Ausbildung der Klassengemeinschaft und zur Stärkung der Verantwortung füreinander zeigte die Schule Profil:
Kranke Mitschülerinnen erhielten stets einen Brief der Klasse und/oder von jeder einzelnen Schülerin – mit Genesungswünschen und Berichten über Neuigkeiten aus der Schule.
Bei der Aufklärung von Missetaten, in die mehrere Schülerinnen involviert schienen, war es üblich, dass jede einen Bericht verfassen musste (alt bewährtes pädagogisches Mittel !) – der Lehrkraft zur Kenntnis, die abschließend – mit einzelnen, mit der Klasse – die erforderlichen Gespräche führte, was meist die Aufklärung des Falls und die Wiederherstellung der Ordnung zur Folge hatte.
Für Klassenarbeiten  gab es schuleigne  Klassenarbeitshefte – schwarz,  beiger Aufkleber mit dem Aufdruck :

<Städt. Realschule Florastraße – Realschule für Mädchen>
erhältlich in einem kleinen Schreibwarengeschäft am Ende der Florastraße, fast an der Ecke zum Fürstenwall; soweit zur bereits damals gelebten <corporate identity>.
Nach Abschluss der Klasse lla (heute wäre das: 6a) stand mein Wechsel zum Gymnasium an, worüber ich in der letzten Festschrift zum hundert-jährigen Schuljubiläum bereits berichtet habe. Aus meiner damaligen Sicht wäre das nicht erforderlich gewesen, da ich gern zur <Flora-Schule> ging und nur verstand, dass meine Eltern wieder einmal dem Votum der Schule folgten – wie damals, als meine Volksschullehrerin der Sicherheit halber zum Besuch des fünften Schuljahres riet.
Zum Abschluss erhielt ich von meinen Klassenkameradinnen der Klasse lla ein Abschiedsgeschenk, das mir leider nicht in Erinnerung geblieben ist, und eine Namensliste der Klasse: Jede hatte sich mit Vor- und Nachnamen eingetragen – und zu jedem Namen erinnere ich noch das Gesicht und manch kleine Episode.

Diese Namensliste sowie ein Foto der Klasse aus dem Schuljahr 1963/64 vor dem Haupteingang der Schule füge ich meinem Bericht bei.
Ich bin in der letzten Reihe verdeckt zu sehen (zwischen zwei Köpfen); rechts hinten – zwischen zwei Mädchen: Klassenlehrerin, Frau Kapell.

Gleichzeitig verweise ich – kommentarlos – auf die mit der Namensliste dokumentierte Klassenfrequenz (1963/64) von – 42 – Schülerinnen.

Abschrift der Namensliste (ohne Nachnamen):
Für Doris Till von der Klasse 2a

02. Monika
03. Gitta
04. llga
05. Hanne
06. Petra
07. Dagmar
08. Margarete
09. Annette
10. Inge
11. Gabriele
12. Edith
13. Bärbel
14. Sigrid
15. Christa
16. Gaby
17. Ursula
18. Gudrun
19. Helga
20. Anita
21. Eve
22. Margreth
23. Margot
24. Ursula
25. Gabi
26. Gerlinde
27. Annemarie
28. Christa
29. Ute
30. Gisela
31. Doris
32. Gudrun
33. Hannelore
34. Ulrike
35. Edith
36. Annelie
37. Gabi
38. Christa
39. Carla
40. Ursula
41. Lieselotte
42. Gerda

 

Heidelies Bärtschi (geb.Mross)

aus der Schweiz
besuchte die Schule in den Jahren 1953 – 1959
 

Auszug aus  ihrem Buch “Floraschule 111 Jahre”:

“Unsere Schulzeit” von 1953 -1959 gehört zwar noch zur Nachkriegszeit; ein Grossteil der Trümmer war allerdings schon beseitigt, aber der Verlust von Familienangehörigen noch sehr im Herzen verankert, während Flüchtlinge und Vertriebene aus dem “Osten” sich in einer neuen Heimat zurechtfinden mussten. Aber das Begehren “Denken und  Handeln in demokratische Bahnen zu lenken”, hatte bereits seinen Weg gefunden.
Unsere damaligen Lehrkräfte, noch traumatisiert durch Konferenzen während des Nationalsozialismus z.B. mit dem Thema:
“Eugenik in der Mittelschule”, vermittelten uns so gut wie möglich den geschichtlichen Hintergrund unseres Landes bis hin zum Wiener Kongress bzw. Bismarck. Über das spätere Geschehen herrschte sehr oft Schweigen beim Lehrpersonal wie auch im Elternhaus bis
“Das Tagebuch der Anne Frank”, erstmals Diskussionen zur jüngsten Geschichte aufkommen liess. Die Angst der Lehrkräfte (bei Missachtung des Themas “Eugenik” während des Nationalsozialismus wurden sie durch die Kreisschulräte zur disziplinarischen Ahndung gemeldet), verschwand langsam.
Die vorliegende Chronik der Floraschule hat mich nach dem Studium vieler authentischer Geschichtsbücher sehr berührt. Mit schlichten Worten werden Situationen geschildert, die man bei Kenntnis der Örtlichkeiten auch heute noch nur mit Schaudern nachvollziehen kann.
Sicher, nach Austritt aus der Schule im Jahre 1959 standen erstmals Beruf bis hin zur Familiengründung im Vordergrund; aber man versuchte, sich nicht aus den Augen zu verlieren. Schon bald wurde die Initiative aus Düsseldorf ergriffen, um grössere und kleinere Klassentreffen zu organisieren bis hin zum Treffen “50 Jahre Schulentlassung” im Jahre 2009. Zwei Tage lang wurden Geschichten und Anekdoten aus alten Zeiten hervorgeholt, Lebensläufe ausgetauscht und Bilder aus der Jugendzeit betrachtet, während gleichzeitig bei Führungen durch Stadt und Land die Natur nicht zu kurz kam.

Frau Bärtschi reichte uns auch einige Fotos aus “ihrer Zeit” an der Flora ein.

Im Landschulheim

Und sie erinnert sich:Unsere Landschulabende waren lang und schön; verbracht wurden sie zunächst mit Besprechungen des Programms des nächsten Tages.
Es wurde gesungen und über das Erlebte des vergangenen Tages diskutiert. Nachdem sich das Lehrpersonal zurückgezogen hatte,
lag es natürlich auf der Hand, sich im Pyjama – möglichst die ganze Klasse auf einem Bett
– zu treffen, zu munkeln – um anschliessend doch im eigenen Nest in einen Tiefschlaf zu fallen, damit man am frühen Morgen fit und ausgeruht im Waschraum erscheinen konnte.

Karneval bei Vossen`s mit Frau Veidt

Abschlussfeier 1959

Gnz besonders war der Besuch der Floraschule im Jahre 2009 ein Highlight. Ein anderer Wind weht durch die Schulräume, aber trotzdem, viele lieb gewonnene Details, wie z.B. der wunderbare Fliesenboden im Schuleingang, ließen wieder Erinnerungen aufkommen.

Viel haben wir erlebt und gesehen.  Der Schulbesuch  hat uns sehr nachdenklich gestimmt:

50 Jahre “Neuzeit” – was haben wir da verpasst!!!!!

Ehemaligentreffen 2009

 

 Bilder vom Ehemaligentreffen 2010

Hinterlasse eine Antwort